Genehmigung mit Signalwirkung
Das US-Außenministerium hat einen möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien im Wert von bis zu $24.3bn genehmigt. Für Riad wäre dies ein erheblicher Modernisierungsschritt: Die Luftstreitkräfte könnten mit einem Tarnkappenflugzeug der fünften Generation ausgerüstet werden. Zugleich würde der mögliche Rüstungsdeal die strategische Bedeutung westlicher Militärausrüstung in der Golfregion unterstreichen, deren Staaten ihre Verteidigungsausgaben angesichts regionaler Spannungen erhöhen.
Kommen wir zu den Fakten: Die Genehmigung ist kein Kaufvertrag. Sie erlaubt den beteiligten Regierungen zunächst, formelle Verhandlungen aufzunehmen. Danach müssten eine Vereinbarung unterzeichnet und die Einzelheiten zu Bestellvolumen, Lieferzeitplan sowie Unterstützungsleistungen geklärt werden. Zusätzlich steht die Prüfung durch den US-Kongress an. Politische Bedingungen, Änderungen oder Verzögerungen sind daher möglich. Auch die US-Zusage, den qualitativen militärischen Vorsprung Israels zu erhalten, dürfte den Prozess beeinflussen.