Software als zweites Standbein
Kommen wir zu einem weiteren Wachstumstreiber: Software- und Serviceumsätze gewinnen gegenüber dem klassischen Fahrzeuggeschäft an Bedeutung. Solche Erlöse könnten wiederkehrender und margenstärker ausfallen, wodurch sich die Erlösqualität verbessern würde. Tesla zeigt, welches Potenzial in der Monetarisierung digitaler Funktionen und Fahrerassistenz liegen kann. Rivian muss diesen Weg jedoch erst nachhaltig bestätigen.
Die angehobene Rivian Prognose 2026 deutet darauf hin, dass das Management bei Produktion, Kostenkontrolle und Nachfrage zuversichtlicher ist. Für Anleger ist das ermutigend, doch entscheidend bleibt die Umsetzung. Verzögerungen beim R2, Lieferkettenunterbrechungen oder steigende Batterie- und Rohstoffkosten könnten die Kalkulation schnell belasten. Hinzu kommen hohe Zinsen, die Fahrzeugfinanzierungen verteuern, sowie der Wettbewerbsdruck durch Tesla und etablierte Automobilhersteller.