Hohe Investitionen belasten den Cashflow
Kommen wir zu den Fakten hinter der Euphorie. Amazon investiert massiv in Rechenzentren, spezialisierte Chips, Energieversorgung und Kühlsysteme. Diese Ausgaben schaffen die Grundlage für künftiges Wachstum, drücken kurzfristig aber auf die finanzielle Flexibilität. Der Free Cash Flow rutschte im Quartal ins Negative. Warum ist das wichtig? Umsatzwachstum muss sich letztlich in belastbarem Cashflow und steigenden Gewinnen niederschlagen, nicht nur in immer größeren Investitionsplänen.
Das Management gab zudem einen vorsichtigen Ausblick auf das vierte Quartal. Offen bleibt damit, wie schnell sich die heutigen Ausgaben in sichtbare Erträge verwandeln. Die entscheidende Frage lautet daher: Baut Amazon gerade einen leistungsfähigen Wachstumsmotor auf, oder bezahlt der Konzern bereits einen hohen Preis für Kapazitäten, deren Auslastung noch ungewiss ist?