Hohe Hürden bleiben bestehen
Die entscheidende Frage lautet daher: Kommt der Deal überhaupt zustande? Das Angebot ist bislang lediglich gemeldet. Eine Finanzierung von ungefähr $40bn würde voraussichtlich erhebliche Fremdmittel erfordern. Höhere Kreditkosten, die Zustimmung der Kreditgeber und eine veränderte Finanzierungsbereitschaft könnten die Umsetzung erschweren.
Hinzu kommen regulatorische Prüfungen, denn Zahlungsverkehrssysteme sind für den täglichen Handel von zentraler Bedeutung. Auch die Integration von Geschäftsbereichen, Technologieplattformen und Unternehmenskulturen kann Jahre dauern und zusätzliche Kosten verursachen. Gleichzeitig erhöhen digitale Geldbörsen und Buy-now-pay-later-Anbieter den Margendruck und begrenzen die Preissetzungsmacht etablierter Zahlungsabwickler.
Unabhängig vom Ausgang dürfte die geplante Übernahme die Konsolidierungsdebatte neu entfachen. Für Privatanleger bleibt sie jedoch eine Beobachtungschance, keine Gewissheit. Aktienanlagen können zu erheblichen Verlusten führen; diese Analyse stellt keine persönliche Anlageberatung dar.