Chancen entlang der Halbleiterkette
Das Potenzial reicht weit über Rechenzentren hinaus. Im Edge Computing, also bei der Datenverarbeitung direkt in Smartphones, autonomen Fahrzeugen oder intelligenten Geräten, zählt jeder eingesparte Watt. Spiking Neural Networks, die Informationen in Form von Ereignissen verarbeiten, könnten zudem spezialisierte Anwendungen ermöglichen. Bei der eventbasierten Bildverarbeitung sind laut Quelle Geschwindigkeiten von 10,000 frames per second bei 1% des Energieverbrauchs denkbar.
Für Anleger liegt der Reiz deshalb nicht zwingend in einem einzigen Chipentwickler. Der Neuromorphic Computing Stack umfasst die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette, vom Entwurf über die Fertigung bis zur KI-Infrastruktur.
Intel Corporation treibt mit der Loihi-Chipserie eine der fortschrittlichsten kommerziell verfügbaren neuromorphen Technologien voran, die künstliche Neuronen nach biologischem Vorbild nutzt. NVIDIA Corporation bleibt mit seinen GPUs und dem Kürzel NVDA der zentrale Ausrüster der heutigen KI-Entwicklung. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited, bekannt unter dem Kürzel TSM, stellt als weltweit größter Auftragsfertiger die notwendige Fertigungsbasis und fortschrittliche Prozessknoten bereit. Auch neuromorphe Chips könnten künftig davon profitieren.